Schulcampus leonding
DIGITAL AHS
Planungszeitraum: 2024
Nutzfläche: 7800m2
Architektur: Mina Yaney
Tragwerksplanung: Bollinger+Grohmann
Die Schule wird als abgetreppter Baukörper entwickelt, welcher sich von Süden bis Norden zu einem 4-geschossigen Trakt, abtreppt. Auf den Dächern befinden sich Spiel- und Grünflächen.
In Einklang mit dem pädagogischen Konzept der Bauherrin und der pädagogischen Hochschule wird “im Herzen” der Schule ein Vernetzungsraum entwickelt. Als multifunktionaler Interaktionskorridor verbindet dieser alle Co-working Spaces mit allen kreativen Bereichen des Sonderunterrichts (Maker Space, Future Space, Deep Space etc.), dem Musikbereich sowie den 2 Spielfeldern, auf den Dächern, miteinander und bietet gleichzeitig, durch dessen großzügige Raumbreite, Zonierungen für alle offenen Co-working Spaces. Dadurch wird eine Schulstufen- sowie Schulinstitutsübergreifende Kooperationskultur ermöglicht und die Themen “Vernetzung, Kreativität, Kooperation, Spiel und Energie” als identitätsgebende Leitlinie verortet.
Durch die abgetreppte Raumkonfiguration entstehen Sicht-, Kommunikations- und Interaktionsbezüge zwischen allen Ebenen und Funtionsbereichen welche Synergiebildungen sowie Zusammenarbeit im Klassen- und Schulverband gewährleisten. Von diesem sogenannten “Herz” aus, wird der gesamte Bildungsbau entwickelt welcher demgemäß eine Materialisierung und Verräumlichung des pädagogisch-didaktischen Konzepts darstellt.
Alle existenten PKW Stellplätze werden durch eine neue Parkanlage ersetzt. Dadurch soll eine Aufwertung des Platzes vor dem neuen Bildungsbau entstehen und gleichzeitig ein neuer natürlicher Vernetzungs- und Begegnungsraum zwischen HTBLA und der Digital AHS sowie anderen Bildungseinrichtungen der Gemeinde während das Mikroklima ebenfalls dadurch aufgewertet wird.
Die Stellplätze werden in einem neuen Parkhaus und einer kleinen Tiefgarage, im Südwesten der neuen Schule situiert. Das neue Parkhaus mit abgetreppter Grünbedachung,
korrespondiert kontextuell mit dem neuen Bildungsbau und beherbergt 340m2 an Solarpanelfläche. Das Parkhaus ist als Multifunktionsgebäude projektiert. In Zukunft – bei zunehmender Carsharing Kultur und einer einhergehenden Abnahme an Parkbedarf – kann das Parkhaus als Veranstaltungsgebäude umgenutzt werden und dadurch die Vernetzung zwischen unterschiedlichen Bildungseinrichtungen unterstützen und kultivieren.
Tragwerk:
Alle vier Geschoße sind größtenteils mit Kreuzlagenholzplatten als Wand- und Deckenelemente geplant. Die Aussteifung erfolgt über den langgezogenen Kern – das Herzstück der Schule – welcher horizontale Lasten durch schlanke, ausgekreuzte Stahlkonstruktionen abträgt. Auf den obersten Geschoßdecken sind die Spielplätze vorgesehen, welche mehrere Meter über das Hauptgebäude auskragen. Dies wird durch vorgespannte Hohldielen und vorgespannte Stahlbetonunterzüge ermöglicht, um vertikale Verformungen zu minimieren. Unterstützt werden letztere durch schlanke Stahlstützen aus Rohrprofilen. Die Konstruktion zeichnet sich dadurch aus, dass die verschiedenen Ebenen des Gebäudes bei erhöhtem Raumbedarf in analoger Bauweise aufgestockt werden können, ohne dass die Grundstruktur verändert werden muss.

















